Dr. C. Soldan erneuert das Lagerführungssystem
Wie die Tüte schnell auf die Palette kommt
Der Nürnberger Bonbonhersteller Dr. C. Soldan GmbH organisiert das Handling der gesamten Produktpalette jetzt mit dem Lagerführungssystem LFS von E+P, das dazu an das ERP-System Lawson M3 (früher Movex) angebunden wurde.

Der Bonbonmacher in Familienbesitz, der seit über 110 Jahren Produkte aus hochwertigen natürlichen Zutaten herstellt, erzielt heute mit rund 200 Mitarbeitern etwa 57 Mio. Euro Umsatz jährlich. Waren die Bonbons wie Em-eukal zunächst nur in Apotheken erhältlich, sind sie seit den 70iger Jahren auch in Fachmärkten und Drogerien zu finden. Jetzt soll eine neue Software die Prozesse im Lager effektiver gestalten, vor allem bei der Kommissionierung der über 320 Versandaufträge am Tag im Zusammenspiel mit mobilen Hand-Scannern.
Mittels Lademittel-Vorberechnung wird bereits vor dem Kommissioniervorgang ein Versandlademittel bestimmt, das dem Mitarbeiter auf seinem Scanner angezeigt wird. Er nimmt die vorgegebene Kartongröße und ordnet sie einem Fach auf dem Kommissioniertisch zu. 15 Mitarbeiter versenden auf diese Weise rund 20 Tonnen Waren täglich, die in Paketen oder auf Paletten im Speditionsversand das Lager verlassen.
„Im Ergebnis können so bis zu sechs Aufträge parallel bearbeitet werden“, erklärt Versandleiter Markus Bothe. „Außerdem macht dieser Prozess ein separates Verpacken für den Versand überflüssig und spart so Zeit.“ Während des gesamten Vorganges tauscht LFS alle relevanten Daten über ein WLAN-Netz mit den Scannern aus; so ist eine Bestandsabfrage in Echtzeit möglich.
Dank des konstanten Datenaustauschs mit dem ERP-System und durch die Zuordnung der Ware zum jeweiligen Versandmittel ist jetzt eine lückenlose Chargenrückverfolgung möglich. „Außerdem war es uns wichtig, dass das neue System qualifizierbar und validierbar ist“, ergänzt Thomas Erhard, Prokurist bei den Nürnbergern. „Dies ist eine Voraussetzung bei den Audits, also den regelmäßigen Überprüfungen durch unsere Kunden aus der Pharmabranche“.
Diese Vorgabe erfülle LFS bereits in der Standardversion, so dass eine kundenspezifische Anpassung nicht erforderlich gewesen sei. Das System protokolliere neben Änderungen in den Artikelstammdaten und am Lagerstamm auch Qualitätsänderungen der Waren, die Historie der Transporte und Modifikationen an der Lösung selbst. Die Kunden verfügen somit zu jeder Zeit über höchste Informations- und Prozesstransparenz.
Bildquelle: Dr. C. Soldan
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