13.10.2011
Storage / Speichermanagement
Von: Berthold Wesseler

Neue Fachgruppe „Storage“ bei Common

Startschuss in Mainz

Innerhalb des IBM-Anwendervereins Common Deutschland e.V. wurde jetzt eine neue Fachgruppe „Storage“ ins Leben gerufen.


Die Teilnehmer der Gründungs-veranstaltung der Common-Fachgruppe

Mehr als 30 Teilnehmer nahmen Mitte September am Gründungstreffen in der Mainzer IBM Niederlassung teil. Frank Pade, der 1. Vorsitzende von Common Deutschland, kündigte dort gemeinsam mit Peter Groth, European Strategic Project Manager bei Guide Share Europe (GSE), die geplante Kooperation der beiden IBM-Anwendervereine in der neuen Fachgruppe an. Das Gründungstreffen war zugleich die erste gemeinsame Veranstaltung für Mitglieder beider Vereinigungen.

Die Ziele fasste in seiner Antrittsrede der Fachgruppenleiter Rainer Zielonka zusammen, der auch die Herausforderungen für die IT-Infrastruktur durch die enormen Datenzuwächse betonte. Jährliche Zuwachsraten von 30 Prozent ohne Budgetsteigerungen zu bewältigen sei eine enorme Herausforderung für jeden IT-Leiter. Um das zu schaffen, empfiehlt Zielonka neue Speichermethoden wie Virtualisierung, Deduplizierung oder Storage-Tiering sowie intelligente Backup- und Recovery-Konzepte, um den vorhandenen Speicherplatz bestmöglich zu nutzen und auf diese Weise teure Investitionen in zusätzliche Speicherkapazitäten zu vermeiden oder zumindest zu verzögern. Hier soll die neu gegründete Fachgruppe ansetzen und die Common-Mitglieder bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

Anschließend ging es in medias res. Den Reigen der Fachvorträge eröffnete Michael Pirker, Berater beim IBM-Partner SVA. Er stellte Virtualisierungslösungen im Speicherumfeld und deren Vorteile bei der Ausnutzung der vorhandenen Speicherkapazität vor, wie etwa Hochverfügbarkeit oder die Steigerung der Systemperformance. Im Anschluss machte IBM-Experte Michael Frankenberg Einsparpotentiale im Betrieb deutlich und erläuterte die notwendigen Maßnahmen, um Speicherkonsolidierungen erfolgreich durchzuführen.

Im Vortrag „Die 10 Geheimnisse, Performance-Probleme im SAN zu vermeiden“ beschrieb Jan-Ulrich Maue (Berater bei der Firma Virtual Instruments), wie durch intelligente Messsysteme ohne großen Monitoring-Aufwand Abweichungen rechtzeitig erkannt werden. So lässt sich korrigierend eingreifen, bevor über lange Antwortzeiten geklagt wird.

IBM-Experte Kurt Gerecke gab einen Ausblick auf neue Backup- und Recovery-Konzepte und die den aktuellen Anforderungen an Compliance Rechnung tragen und deren Abhängigkeiten bezüglich Datenklassen, Infrastruktur, Hard- und Software verständlich darstelle. Die Teilnehmer bekamen außerdem einen Überblick über „Best Practices“, grundsätzliche Empfehlung zur Datenarchivierung und einen Ausblick auf die neuesten Trends in der Disk- und Tapetechnologie. Abgerundet wurde der „Gründer-Tag“ mit einer Tour durch das Systems Lab Europe in der Mainzer IBM-Niederlassung.

Fachgruppenleiter Zielonka und der Storage-Fachmann Gerecke, der als Schnittstelle zwischen Anwenderverein und IBM fungieren wird, versprachen, dass die Folge-Meetings die verschiedenen Speichertechnologien lieferantenneutral vorstellen und den Erfahrungsaustausch unter den Anwendern in den Vordergrund rücken.


Ralph Menten

„Gutes Output-Management muss
einfach sein!“

Interview mit Wolfgang M. Roser,
Gründer und Inhaber der Wiener
Roha Software Support GmbH

DV-Dialog Newsletter