IBM enthüllt erste Details des Power8-Prozessors
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Das Infrastruktur-Announcement am 19. Oktober stellt IBM unter das Motto „Schnellstart ins Smarter Computing“. Dazu werden auch schnellere Power Systems gehören.

Die neuen Power7+-Server sollen auch dank der auf 32 nm verkleinerten Strukturen mehr Performance bringen als die aktuellen Power7-Modelle
Am 19. Oktober um 14.30 Uhr stellen Andreas Wodtke, Vice President Systems & Technology Group (STG) bei IBM Deutschland und Eva Schooss, technische Direktorin der STG, neue Hardware- und Software-Produkte vor, um die IT-Infrastruktur von Unternehmen für künftige Aufgaben zu wappnen. Dazu zählen nicht nur neue Speichersysteme und innovative „Business Analytics“-Funktionen als Rüstzeug für ein intelligenteres Infrastruktur-Management, sondern auch schneller getaktete Servermodelle für die Betriebssysteme IBM i, AIX und Linux.
Anders als laut Power-Prozessor-Roadmap zu vermuten wird aber noch nicht von der Prozessortechnologie Power7+ die Rede sein; nach Informationen von DV-Dialog ist die erst 2012 zu erwarten. Gemäß Power-Prozessor-Roadmap können die IBM-Kunden alle drei Jahre eine revolutionär neue Generation des Power-Prozessors erwarten, jeweils 18 Monate darauf dann eine evolutionäre Weiterentwicklung, die durch ein Plus gekennzeichnet ist. Da Power7 Anfang 2010 auf den Markt kam, wäre jetzt eigentlich die Zeit mehr als reif für Power7+ gewesen.
Allerdings gibt es mittlerweile erste IBM-Präsentationen mit technischen Details – nicht nur zu Power7+, sondern auch zu dem bisher als geheime Kommandosache behandelten Nachfolger Power8. Bekannt war bisher nur, das Power8 im Jahr 2013 als erster IBM-Prozessor die 3D-Integration von Halbleiter-Chips zu Stapeln implementieren soll, doch alles andere blieb bis vor kurzem noch im Dunkel. Nicht einmal die Strukturgröße – spekuliert wurde über 28 oder 22 Nanometer – war klar.
Die bisher bekannten technischen Details: Bei Power7+ schrumpfen die Strukturen voraussichtlich im nächsten Jahr endlich von 45 auf 32 Nanometer, bei Power8 dann – 2013? – auf 22 nm. Als weitere Verbesserungen von Power7+ nennt IBM einen „sehr großen Cache“ und nicht näher spezifizierte „Akzeleratoren“ zur Beschleunigung bestimmter Aufgaben. Außerdem ist das „High Level Design“ von Power8 nach IBM-Angaben mittlerweile vollständig erstellt und bereits in der Implementierungsphase. Power8 werde mehr Prozessorkerne als die maximal 8 seines Vorgänger und einen noch größeren Cache beherbergen, die vierte Generation des Simultaneous Multithreading (SMT) implementieren, sehr viel zuverlässiger arbeiten und noch mehr Akzeleratoren erhalten.
Das Ergebnis ist auf jeden Fall ein deutlicher Performance-Gewinn – sowohl bei Power7+ als auch bei Power8. Wie hoch der jeweils ist, darüber wird noch spekuliert. Das hängt in beiden Fällen auch von den Taktraten ab, über die bisher noch nichts bekannt ist. Und an der GHz-Schraube wird IBM am 19. Oktober drehen.
www.ibm.de
Bildquelle: IBM
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