30.05.2011
Zeitschriften, Fibu Rewe und Controlling

Internationaler Einsatz gefragt

Da zur Fuldaer Unternehmensgruppe Jumo insgesamt 23 Tochterfirmen und mehr als 40 Vertretungen weltweit gehören, ist bei der Weiterentwicklung der Software-Anwendungen die internationale Einsatzfähigkeit der Produkte gefragt.


Das gilt für vor allem für die Bereiche Rechnungswesen, Versand­logistik und Produktinformations-Management gleichermaßen, die Jumo jetzt allesamt durch drei neu eingeführte Software-Lösungen unterstützt. Vor allem die internationale Kompetenz des Herstellers K+H Software KG in Sachen plattform- und standortunabhängiges Rechnungswesen und die Abdeckung der landesspezifischen Anforderungen sprach bei der Software-Auswahl im Rechnungswesen für Fimox. Von besonderer Bedeutung war auch die Installation auf der vorhandenen IBM-Serverstruktur in der Fuldaer Jumo-Zentrale, da sie die Investitionen in die IT-Landschaft von Jumo schützt.

Dank der langjährigen Erfahrung mit Datenübernahmen und Installationen auf der Plattform IBM i konnte sich die K+H in einem mehrjährigen Auswahlprozess gegen namhafte Wettbewerber durchsetzen. Mit dem Projektstart wird nun die Finanzbuchhaltung inklusive einer flexiblen Plankostenrechnung in das vorhandene Fertigungs-ERP System (Infor ERP AS) integriert und die bisherige Lösung IBS abgelöst.

Dietmar Schäfer, Leiter Finanzbuchhaltung der Jumo GmbH, sieht zum einen in der K+H  einen service- und prozessorientierten Partner für iee individuellen Anforderungen und zum anderen die Vorteile der webbasierten Lösung. „Außerdem suchten wir eine Lösung in den Bereichen Fibu, ALV und Kostenrechnung, die auf einer Datenbank zusammenarbeitet und sogar hinsichtlich unserer individuellen Wünsche erweitert wird“, will Schäfer ein solides Fundament für individuelle Auswertungen und Reportings schaffen.

Bei der bereits erfolgten Zentralisierung des Produktinformations-Managements strebte Michael Diegelmann, Leiter Internationales Marketing und Projektverantwortlicher bei Jumo, eine enge ERP-Integration auf Basis von Websphere und IBM i an.

Diese Integration war mit ausschlaggebend für die Wahl des Projektpartners GIS GmbH, der bis Februar 2010 einen einheitlichen Konfigurator für alle Angebote, Kataloge und Online-Produktdokumentationen realisiert hat, mit dem sich das gesamte Produktportfolio – circa 250 verschiedene Produktgruppen mit etwa 10 Mio. Artikeln – im internationalen Maßstab aufbereiten lässt.

Das war leichter gesagt als getan, denn Produktinformationen fanden sich bei Jumo in vielen Systemen und wurden mit speziellen Redaktionsprogrammen in unterschied­lichen Formaten (z.B. technische Dokumentationen, Kataloge und Preislisten) aufbereitet und herausgegeben. Bei der Erstellung von Angeboten dagegen griff man lediglich auf Stammdaten des ERP-Systems zurück. Die Internetplattform wiederum bezog ihre Inhalte sowohl von dort als auch aus weiteren Quellen. Den Überblick zu behalten und all diese Anwendungen für diverse Zwecke zu integrieren, gestaltete sich zunehmend schwieriger.

Optimierungsbedarf bestand auf technischer ebenso wie auf organisatorischer Ebene, damit das zentrale ERP-System künftig auch längere Beschreibungstexte, Flyer, Software und Bilder aufnehmen kann und der Produktkonfigurator sicherstellt, dass kleinere Auslandsstandorte und Handelsvertretungen über eigene Anwendungen nur noch herstellbare Produktvarianten anbieten.

In Zusammenarbeit mit GIS entstand die „Zentrale Produktdaten-Verwaltung“ (ZPV) – eine maßgeschneiderten Individuallösung, die direkt auf den ERP-Daten aufbaut, weitere Daten in einer separaten Datenbank verwaltet und in einer einheitlichen Browser-basierten Anwendung international selbst dort zur Verfügung steht, wo das zentrale ERP-System gar nicht ausgerollt ist. Es handelt sich um eine Java-Anwendung auf Basis eines Websphere Application Server-Clusters und der Datenbank DB2/400.

Über Jumo
Durch die Unterstützung von zwei Vorfertigungsbereichen – Metalltechnik und Elektronische Baugruppen – kann Jumo schnell und flexibel kundenindividuell agieren. Der international aktive Fertiger von Systemlösungen zum Messen, Regeln, Registrieren und Analysieren physikalischer und chemischer Größen liefert alles aus einer Hand – vom ein­fachen Systembaustein bis hin zur ­komplexen Verfahrens-Software. So konnte die Jumo-Gruppe mit weltweit rund 1.700 Mitarbeitern 2010 den Umsatz von 143 Mio. auf 170 Mio. Euro steigern und wieder an das Vorkrisen­niveau von 2008 anknüpfen.
www.jumo.de

Sicherer Partner mit AEO-Zertifikat

Jumo hat im Februar vom Hauptzollamt Gießen das AEO-Zertifikat „Zollrechtliche Vereinfachungen/ Sicherheit“ (AEO F) erhalten und ist somit „Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter“ („Authorised Economic Operator“). Das sind besonders vertrauenswürdige und zuverlässige Lieferanten im Rahmen des internationalen Warenwirtschaftsverkehrs.


Die Zertifizierung als AEO F ist das höchste international anerkannte Gütesiegel, das Zollbehörden vergeben können. Es umfasst neben den sicherheitsrelevanten Bedingungen des Status AEO S (Sicherheit) auch den Status AEO C (Zollrechtliche Vereinfachungen).


Einer der wesentlichen Gründe für die Zertifizierung war, dass Jumo für seine Kunden mit Blick auf das Risikomanagement der „abgesicherten Lieferkette“ ein zuverlässiger Lieferant sein will. Im Zuge von Prozessoptimierungen im Versand- und Zollbereich war das Projekt AEO-Zertifizierung bereits Ende Dezember 2009 durch die Geschäftsleitung initiiert worden.

Da Jumo seit Jahren als Bestandteil des VLS-VersandLogistikSystems auch die Atlas-Software der Hübner IT Solutions GmbH nutzt, lang es nahe, auch beim AEO-Projekt auf diesen Partner zu setzen. In Zusammenarbeit mit Hübner wurden die Anforderungen des Zollamtes umgesetzt – und führten zur Erteilung des ersten AEO-F Zertifikates nach nur fünf Monaten.


In der aktuellen DV-Dialog Ausgabe 7-8/2014 haben wir die Top 10 der größten System-i- und AS/400-Häuser in Deutschland ermittelt.
Laden Sie sich die tabellarische Übersicht gleich hier herunter.

„Trusted Advisor“ für den Mittelstand

Im Interview mit DV-Dialog erläutert Oliver Schallhorn, Geschäftsführer bei Fritz & Macziol, die Hintergründe des Eigentümerwechsels von Imtech zu Vinci, die strategische Ausrichtung des Ulmer Systemhauses und die Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen beim wichtigsten Partner IBM.

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