20.01.2012
Unternehmen

Erste Bilanz der neuen IBM-Chefin Rometty

IBM zuversichtlich für 2012

Zwar lag der IBM-Umsatz im 4. Quartal 2011 mit 29,5 Mrd. Dollar etwas unter den Erwartungen, doch der Gewinn pro Aktie mit 4,71 Dollar leicht darüber. Positiv ist auch der Ausblick: IBM will 2012 den Gewinn auf über 14,85 Dollar je Aktie steigern.


Hat gut Lachen: Die neue IBM-Chefin Ginni Rometty

Wachstumsmotor der IBM sind die sogenannten "BRIC"-Länder

Die Power Systems haben im 4. Quartal zum 15. Mal in Folge Marktanteile hinzugewonnen

„Wir haben im 4. Quartal eine starke Performance abgeliefert, zum Abschluss eines Jahres mit Rekorden bei Gewinn pro Aktie, Umsatz, Gewinn und freiem Cashflow", kommentierte die zu Jahresbeginn angetretene neue IBM-Chefin Ginni Rometty die guten Zahlen. „Wir haben phantastische Ergebnisse in allen vier strategischen Initiativen erzielt und ernten jetzt die Früchte unsere langfristigen Investitionen in Wachstumsmärkte, Business Analytics, Smarter-Planet-Lösungen und die Cloud. Wir sind voll im Plan unserer Roadmap, die einen Gewinn pro Aktie von mindestens 20 Dollar im Jahr 2015 vorsieht.“

Im gesamten Jahr 2011 erreichte IBM bei einem Umsatzplus um 7 Prozent auf 106,9 Mrd. Dollar 15,9 Mrd. Dollar Reingewinn, ebenfalls 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch wenn der Umsatz im 4. Quartal nur um 1,6 Prozent auf umgerechnet 23 Mrd. Euro wuchs (was im Wesentlichen einem schwachen Euro zugeschrieben wurde), kletterte der Gewinn in diesem Zeitraum um satte elf Prozent auf 5,5 Mrd. Dollar.

Während das Hardware-Geschäft im 4. Quartal, nach einem superstarken Mainframe-Jahresendgeschäft 2010, um 8 Prozent auf 5,8 Mrd. Dollar schrumpfte, schaffte die Software-Sparte ein Umsatzplus von 8,7 Prozent auf 7,65 Mrd. Dollar. Auch in der Region EMEA wuchs der IBM-Umsatz leicht, um 1 Prozent auf 9,6 Mrd. Dollar. Speziell in Europa konnte IBM die Wachstumsrate gegenüber dem Vorquartal beschleunigen, auch weil erfreulicherweise IBM Deutschland unter Leitung von Martina Koederitz endlich wieder auf Wachstum umgeschaltet hat (+4 Prozent).

Das in der Systems and Technology Group (STG) zusammengefasste Hardware-Geschäft warf im 4. Quartal einen Vorsteuergewinn von 790 Dollar ab, 33 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei machten die Power Systems erneut eine gute Figur und schafften mit einem Umsatzplus von 6 Prozent das 15. Quartal in Folge einen Zugewinn von Marktanteilen. Dazu haben nach Finanzchef Mark Loughridge 350 „Competitive Takeouts“ im Wert von über 350 Mio. Dollar beigetragen. „Dies war das stärkste Quartal in Bezug auf Competitive Displacements, seit wir 2006 mit der Zählung begonnen haben“, so Loughridge. „Rund 60 Prozent dieses Geschäftes kam von HP, der Rest überwiegend von Oracle/Sun“.

Im gesamten Jahr 2011 erzielte IBM durch „Competitive Displacements“ zum zweiten Mal in Folge mehr als 1 Mrd. Dollar Umsatz. Auch die STG insgesamt lieferte 2011 laut Loughridge eine „solide Performance“ ab, mit einem Umsatzplus um 6 Prozent auf 19,0 Mrd. Dollar, einer um 1,6 Prozentpunkte verbesserten Bruttomarge und 1,6 Mrd. Dollar Vorsteuergewinn (+12 Prozent). Damit bildet die Hardware ein grundsolides Fundament für das Wachstum mit Software und Services, die IBM überwiegend an Anwender ihrer Hardware verkauft.

www.ibm.de

IBM Reports 2011 Fourth-Quarter and Full-Year Results

Bildquelle: IBM


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