Software-Entwicklung
Gelungener Spagat
Wie man den Spagat schafft, die ausgereiften Anwendungssysteme auf dem System i zu erhalten und gleichzeitig um innovative Mobil- und Web-2.0-Anwendungen zu ergänzen, weiß Andreas Strietholt.

Er hat 1998 gemeinsam mit Frank Hildebrandt in Waltrop die Task Force IT-Consulting GmbH gegründet, die seither ein fundiertes Know-how im gesamten AS/400-Umfeld aufgebaut hat, insbesondere auch in den Bereichen Change-Management und Programmierung.
„Auf der einen Seite gibt es schon seit Jahren eine ausgereifte Businesslogik in Form von Programmcodes – und auf der anderen Seite gibt es antiquierte Präsentationsschichten wie die 5250-Green-Screens“, diagnostiziert Strietholt. „Unsere Präferenz zur Lösung dieses Problems liegt in der auf RPG Open Access basierten Handler-Lösung von Profound Logic Software.“ Die Begründung: Damit lassen sich moderne Rich Displays erzeugen, mit denen sowohl Frontends wie Webbrowser als auch die speziellen Browser von mobilen Smartphones erreicht werden können.
Mit diesem Handler wird auf Basis der alten DDS-Quelle eine Konvertierung zur modernen Web-2.0-Oberfläche geschaffen. „Sämtliche Bildschirmfelder bleiben erhalten“, erläutert Strietholt das Konzept. „Es erfolgt eine Anreicherung mit Metadaten, damit der Profound UI Handler diese Felder dann als Web-2.0-Oberfläche anzeigen kann.“
Bei diesem Modernisierungsprozess bleibt die Businesslogik erhalten; sie muss lediglich mit einem Eintrag für den Handler in der F-Karte ergänzt werden. „Die neuen Rich Displays werden dann zusammen mit dem neu kompilierten RPG-Programm wie gewohnt in die Produktionsumgebung installiert“, skizziert Strietholt die Vorgehensweise. „Schon ist der erste Schritt zu einer Web-2.0-Oberfläche getan.“
Damit die alten 5250-Displays auch zusammen mit den neuen RPG-OA basierten Rich Displays benutzt werden können, hat Profound das Produkt Genie integriert. Genie unterstützt die alte 5250-Umgebung so, dass eine sanfte Migration zu modernen Web-2.0-Oberflächen realisiert werden kann. Diese Lösung kann auf Basis der bestehenden Businesslogik aufgebaut werden; eine Anreicherung von neuen Webfunktionen kann sukzessive erfolgen. „Oder man entwirft mit dem sehr leistungsstarken UI-Designer neue Rich Displays und nutzt den vorhandenen RPG-Skill des Entwicklerteams weiter“, weist Strietholt auf eine Alternative hin. „Das ist nicht nur sehr kostenoptimiert, sondern auch sehr effizient in der Umsetzung.“
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