29.07.2011
Backup und Hochverfügbarkeit
Von: Aad Deckers

Automatisierte Fruchetikettierung

Einfach zuverlässig

Sinclair International hat die Entwicklung der automatisierten Fruchtetikettierung vor gut 30 Jahren einen großen Schritt nach vorne gebracht. Seitdem ist das englische Unternehmen in über 35 Ländern weltweit tätig.


Mit einer Fokussierung auf den global produzierenden Frischmarkt bietet Sinclair seinen Kunden eine Kombination aus Fruchtetikettierungsmaschinen, Etiketten und Dienstleistungen, die alle von einer einzigen, zuverlässigen Datenquelle in Norwich und per ERP-System und Netz von Zweigstellen und Partnern erbracht werden. Obwohl Sinclair über 80 Prozent der weltweit produzierten Früchte etikettiert, waren die dafür nötigen IT-Ressourcen, die von IT-Chef Barry Watts in Norwich betrieben werden, eher bescheiden. Die Basis bildet das ERP-System JD Edwards auf einem System i.

Watts Problem war, die Kontrolle über die Daten zu behalten, die weltweit benötigt wurden – und trotzdem die IT-Infrastruktur ohne Ausfälle auf eine kostengünstige Alternative zu migrieren, weil die eingesetzten Speicher keinen weiteren Platz mehr boten. „Auch unsere Server sind aufgrund der hohen Belastung an ihre Grenzen gestoßen“, erinnert sich Watts. „Die Umstellung auf die Virtualisierung war sinnvoll, obwohl wir unsere Backups nicht von Tape auf Disk umstellen wollen.“

Um den Speicherplatzproblemen zu begegnen, hat der Dienstleister MTI eine SAN-Infrastruktur mit 12,7 TB auf Basis von EMC-Technologie implementiert. Sie ermöglicht dem IT-Team bei Sinclair ein tägliches, aut­o­matisiertes Backup mit Hilfe der Software „Replication Manager“ von EMC. Wie von Sinclair gewünscht, erfolgt das Backup auf Tape, nicht auf Disk.

Die Lösung ermöglicht außerdem die Migration auf virtuelle Server im SAN. Neben den virtualisierten Servern werden auch weiterhin die IBM-Server genutzt. Alle administrativen Regeln wie auch die Nutzerkennungen wurden ohne Störung des Tagesgeschäftes virtualisiert. Mittlerweile setzt Sinclair eine ­„Single Tier“-Implementierung für sämtliche Plattenlaufwerke ein, die alle mit der gleichen Geschwindigkeit arbeiten. Dies verkürzt die Antwortzeit für die Recovery-Dokumente erheblich. Zusätzlich musste dank dieser Implementierung kein neuer Network Attached Storage (NAS) eingekauft werden.

Das NAS-System EMC NS-120 wird nicht nur mit dem Common Internet File System (kurz CIFS) und der iSCSI-Speicherung kombiniert, sondern auch mit der Deduplizierungs-Software von EMC, so dass die 40 Prozent des Speichers, die zuvor mit den CiFS-Daten belegt waren, jetzt wieder zur Verfügung stehen. Dies ist alles abgestimmt auf die neuen auf Infrastruktur auf Basis von ­Microsoft Hyper V sowie den zusätzlichen 2 TB Speicherplatz per CiFS/NFS für die Geschäftskunden.

Das zuvor als Datenbasis eingesetzte System i im Backend wird derzeit durch Oracles ERP-System JD Edwards Enterprise One V9 ersetzt. Allerdings wird an der Implementierung des zur Datendistribution an die Zweigstellen eingesetzten ERP-Systems JD Edwards One World auf dem System i nichts verändert, weil es sich besonders bewährt hat.

„Wir haben IT-Verwaltungsaufwand und -Betriebskosten erheblich senken können“, resümiert Watts. „Zudem konnten wir die Speicherkapazitäten deutlich erhöhen und dabei trotzdem unsere gewohnte Arbeitsweise beibehalten. Wir arbeiten mit einem kleinen Team, deshalb sind Zuverlässigkeit und Einfachheit die Schlüsselfaktoren.“


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