26.09.2011
Business-Software

Die Electrostar GmbH geht mit Zarafa neue Wege

Abschied von Lotus Notes

Die schwäbische Electrostar GmbH, Inhaber der Traditionsmarke „Starmix“ und Erfinder des Warmluft-Händetrockners, hat sich von Lotus Notes verabschiedet.


Ob Küchenmaschine, Händetrocknen mittels Warmluft oder als jüngste Entwicklung innovative Handwerk- und Industriesauger – die traditionsreiche Electrostar GmbH aus dem schwäbischen Reichenbach/Fils ist immer gut für eine Innovation. Jetzt verlässt sie auch in der IT gewohnte Pfade und löst Lotus Notes/Domino durch die quelloffene Groupware von Zarafa ab.

Für die knapp 70 PC-Arbeitsplätze im schwäbischen Reichenbach kam jahrelang eine Lotus-Umgebung zum Einsatz. Doch bei der Integration des CRM-Systems oder neuer Workflows stieß Axel Wingert, Leiter der Organisationsentwicklung bei Electrostar, an die Grenzen der Lotus-Lösung. Auf der Suche nach Alternativen wurde Wingert auf Zarafa aufmerksam und entschied sich im Januar – auch aufgrund der deutlich günstigeren Lizenzgebühren – für den Wechsel.

Um eine bessere Integration von CRM und Workflow zu gewährleisten und eine höhere Mitarbeiter-Akzeptanz zu erzielen, sollte jedoch Outlook als Frontend für die neue Groupware verwendet werden. „Wir haben uns ganz bewusst für eine offene Groupware-Plattform entschieden, weil wir damit langfristig herstellerunabhängig bleiben wollen“, begründet Wingert diese Entscheidung. Außerdem gebe es für diese Plattform nicht nur mehr Anwendungen, sondern es „lassen sich auch eigene Anforderungen und Individualisierungen besser realisieren“.

Für den Umstieg, den man gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Millenux in Angriff nahm, wurde zunächst im Februar eine Testumgebung mit vier virtuellen Maschinen eingerichtet, bestehend aus einem Zarafa-Mailserver, einem MySQL-Server, einem Zarafa Z-Push Server und einem Blackberry Enterprise Server Express (BES 5 Express) für die Anbindung der mobilen Endgeräte.

Zudem wurde für die spätere Migration eigens ein Migrationssystem eingerichtet, denn eine besondere Herausforderung stellt die Konvertierung der Daten aus der Domino-Umgebung (Format „NSF“) in das von Zarafa verwendete Microsoft-Format („PST“) dar. Hierzu nutzt der Migrationsserver Zarafas Migrations-Tool nebst nsf2pst.

Die Migrationsvorbereitungen liefen parallel zum Produktionsbetrieb. Bereits einen Tag vor dem Migrationsbeginn im März wurden die Kontaktinformationen aus der Domino-Umgebung konvertiert und in Zarafa importiert. Der finale Umzug auf den neuen Zarafa-Server folgte am Wochenende. Nachdem der Domino-Server abgeschaltet wurde, wurden die NSF-Files der einzelnen User in das PST-Format konvertiert, bevor der PST-Import in Zarafa mit Hilfe von Zarafas Migrations-Tool gestartet wurde. Die Daten wurden dabei über sechs parallel arbeitende Instanzen importiert, was den Importvorgang deutlich beschleunigte.

Nach erfolgreichen Tests der neuen Installation sind zuletzt auch die 15 Blackberries über den BES an die neue Groupware angebunden. „Nur wenige Wochen nach der Inbetriebnahme hatten sich die Mitarbeiter an die neue Outlook-Oberfläche gewöhnt“, beobachtet Markus Römmelt, Marketing-Manager der Millenux GmbH. „Viele schätzen vor allem die nun einheitliche Office-Umgebung und honorieren auch einige verbesserte Funktionen und vor allem die Stabilität und gute Performance der neuen Groupware-Lösung.“ Gekostet habe die Umstellung zirka 2.000 Euro Subskriptionsgebühren für Zarafa und die Konvertierungssoftware sowie rund 9.500 Euro für die IT-Dienstleistungen.

www.millenux.com

Bildquelle: Electrostar GmbH


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